Wanolia

GPX-Datei reinziehen — du siehst, ob die Tour für die Kinder taugt. Wie viel Teer, wo es was zu sehen gibt, und wo ihr abbrechen könnt.

6 Jahre

Bestimmt den Sonnenstand — dieselbe Tour ist früh harmlos und mittags heiß.

Zehn Kilometer, 600 Höhenmeter — und trotzdem weiß man nichts

Das sind die Zahlen, die jedes Tourenportal zeigt. Ob der Anstieg im Schatten liegt, ob unterwegs ein Spielplatz kommt, bevor die Laune kippt, und wo ihr notfalls aussteigen könnt — das steht nirgends. Genau das rechnet Wanolia aus deiner GPX-Datei aus.

Schatten zu eurer Startzeit

Dieselbe Tour ist um acht Uhr harmlos und um eins eine Hitzefalle. Der Startzeit-Regler zeigt, wann es sich lohnt loszugehen — das können die großen Portale nicht, weil sie eure Startzeit nicht kennen.

Untergrund statt nur Höhenmeter

Neun Kilometer Forststraße gehen sich anders als neun Kilometer Waldpfad. Für Kinderbeine ist das der Unterschied zwischen langweilig und schön.

Wo ihr abbrechen könnt

Haltestellen und Parkplätze am Weg, damit aus einem schlechten Tag kein Gewaltmarsch wird.

In drei Schritten zur Antwort

  1. GPX exportieren

    Aus Komoot, Outdooractive, AllTrails oder der Uhr — überall heißt es „GPX exportieren". Woher die Datei kommt, ist egal.

  2. Alter und Startzeit einstellen

    Das jüngste Kind bestimmt die Maßstäbe, die Startzeit den Sonnenstand. Beides lässt sich danach jederzeit ändern — die Auswertung rechnet sofort neu.

  3. Bericht lesen

    Nach wenigen Sekunden steht das Urteil da, darunter jede Zahl mit Begründung. Nichts davon wird verschickt: die Datei bleibt im Browser.

Warum es das gibt

Entstanden ist Wanolia nach einer Tour, die auf dem Papier gut aussah: zehn Kilometer, mäßig Höhenmeter. Was in keiner Zahl stand: neun davon waren offene Schotter-Forststraße im Juli, und der einzige Abschnitt, an dem es etwas zu sehen gab, kam erst, als die Kinder längst durch waren.

Jedes Tourenportal zeigte dieselben zwei Zahlen. Keines beantwortete die Frage, um die es eigentlich ging — wird das ein schöner Tag, oder trage ich am Ende jemanden? Also stehen hier genau die Dinge auf einer Achse, die das entscheiden.

Kein Ersatz für Komoot — etwas anderes

Tourenportale planen Routen. Wanolia prüft eine, die schon geplant ist. Beides zusammen ergibt Sinn; eines davon ersetzt das andere nicht.

Was wo beantwortet wird
Frage vor der Tour Tourenportal Wanolia
Wo geht's lang, wie lang, wie steil? beantwortet nicht die Aufgabe
Wie viel davon ist Asphalt oder Schotter? selten angegeben meterweise ausgewertet
Liegt der Anstieg um halb elf im Schatten? Startzeit ist dort unbekannt Regler über den ganzen Tag
Ist die Strecke für ein sechsjähriges Kind zu lang? keine Altersbewertung Faustregel des Wanderverbands
Wo können wir notfalls aussteigen? nicht vorgesehen Haltestellen und Parkplätze am Weg

Häufige Fragen

Wie lang darf eine Wanderung mit Kindern sein?
Als Faustregel nach dem Deutschen Wanderverband etwa 1,5 km je Lebensjahr — bei einem Sechsjährigen also rund 9 km. Wanolia rechnet mit dem Alter, das du einstellst, und sagt dazu, ob die Strecke darüber liegt.
Woher kommen die Daten?
Wege, Untergrund, Wald und Einkehr aus OpenStreetMap, die Vorhersage von Open-Meteo, der Sonnenstand astronomisch gerechnet. Fehlt ein Eintrag, sagt der Bericht das — geraten wird nichts.
Wird meine GPX-Datei hochgeladen?
Nein — nicht von allein. Sie wird im Browser ausgewertet. An die Kartendienste gehen nur die Koordinaten der Route, damit Wege und Waldflächen abgefragt werden können. Nur wenn du eine Tour angemeldet ausdrücklich speicherst, wird die Datei abgelegt, und dann so, dass niemand außer dir sie lesen kann. Was genau wohin geht, steht in der Datenschutzerklärung.
Ist die Tour zu anstrengend für Kinder?
Genau das rechnet Wanolia aus, und zwar nicht nur an der Länge: Es zählt, wie viel Asphalt und Schotter drinsteckt, wie lang der längste Anstieg am Stück ist und wie viel davon zur geplanten Startzeit in der Sonne liegt. Zehn flache Kilometer im Wald sind für ein Kind leichter als sechs offene mit einem Dauersteig — Höhenmeter allein sagen darüber nichts.
Woher bekomme ich eine GPX-Datei?
Aus jedem Tourenportal. Bei Komoot, Outdooractive und AllTrails steht die Ausgabe unter „GPX exportieren" oder „Download"; Garmin-, Suunto- und Polar-Uhren geben aufgezeichnete Touren ebenfalls als GPX heraus. Woher die Datei stammt, ist egal — gelesen wird der Inhalt, nicht die Herkunft.
Was kostet das?
Nichts. Ein Konto brauchst du nur, wenn du geprüfte Touren speichern oder einen Bericht teilen willst — der Check selbst läuft ohne.

Wegedaten von OpenStreetMap-Mitwirkenden (ODbL). Faustregel für die Streckenlänge nach dem Deutschen Wanderverband.

Angezeigt wird, was in OpenStreetMap steht. Fehlt ein Eintrag, sagt der Bericht das — geraten wird nichts. Öffnungszeiten von Hütten sind erfahrungsgemäß unzuverlässig: vorher anrufen.